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Kein Grund, den Kopf in den Grobsand zu stecken

28 August 2018

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Es ist interessant, welch großen Ärger die kleinsten Dinge manchmal hervorrufen können – ein Papierschnitt im Finger, ein wenig Staub im Auge oder ein undichter Wasserhahn, der einfach nicht aufhört zu tropfen. Im Bereich der Abwasseraufbereitung verursachen die kleinen Dinge wie Grobsand noch deutlich mehr Ärger – aber genau wie dieses kleine bisschen Staub im Auge versuchen wir, ihn zu ignorieren, bis sich das Problem nicht mehr leugnen lässt ist.

Auswirkungen der Problemverweigerung

Grobsand ist in den meisten Abwasseraufbereitungs- und Kläranlagen sowie in Biogasanlagen zu finden und stellt eine große Herausforderung für Energieversorger und Anlagenbetreiber dar. Die US-Umweltschutzbehörde beschreibt die Zusammensetzung des Grobsandes als „Sand, Kies, Schlacke oder andere schwere Feststoffe, die schwerer sind (höhere relative Dichte) als die organischen, biologisch abbaubaren Feststoffe im Abwasser“[1]. Dazu gehören auch „Eierschalen, Knochensplitter, Samen, Kaffeesatz und große organische Partikel, wie z. B. Speisereste“.

Grobsand sammelt sich in allen Stadien des Prozesses an und hat sowohl akute als auch dauerhafte Auswirkungen.  Zu den unmittelbaren Folgen gehören ein Zusetzen des Siebs, ein verringerter Durchsatz sowie das Verstopfen von Rohren und Pumpen. Die Langzeitfolgen sind noch problematischer und umfassen übermäßigen Verschleiß, reduzierte Kapazität in Faulbehältern und die daraus resultierenden Reinigungskosten, ganz zu schweigen von dem Bedarf an zusätzlichen Ressourcen für die Schlammumleitung.  Diese Probleme werden in heutigen Biogas- und Aufbereitungsanlagen vielfach in Kauf genommen, wobei sich die Betreiber daran gewöhnt haben, für solche Fälle weitere Siebe in Bereitschaft zu haben. Aber es ist genau wie beim Ignorieren des undichten Wasserhahns – irgendwann gibt etwas nach.

Das Problem an der Wurzel packen

Die besten Ergebnisse erzielen wir, wenn wir die Wurzel des Problems betrachten. Nur weil in der Vergangenheit Grobsand toleriert wurde, heißt das nicht, dass es so bleiben muss.  Es wurden Lösungen entwickelt, die dieses unerwünschte Material erfolgreich entfernen und gleichzeitig nachgeschaltete Prozesse sowie vorgeschaltete Anlagen schützen.

Je nach Standort, Materialart und zu verarbeitendem Volumen gibt es viele Möglichkeiten der Grobsandabscheidung. Diese reichen von einfachen einstufigen Trennlösungen, die Fremdkörper größer als 6 mm entfernen können – zum Beispiel für das Grobsieben von Rohabwasser oder die Schlammzerkleinerung – bis hin zu komplexeren mehrstufigen Optionen. Diese können z.B. zwei Siebe umfassen, um Feststoffe abzulenken und dann verbleibende Steine und Grobsand aufzufangen.

Einige dieser Lösungen sind lediglich so groß wie ein Absetzcontainer und können mit einem regulären Container-LKW an den Standort geliefert werden. Die Lösungen sind für eine Stromversorgung mit 15 kW ausgelegt und können so problemlos an die Stromversorgung am Standort oder an einen 35-kVA-Generator angeschlossen werden. Beide Anforderungen dürften für Versorgungsunternehmen oder Betreiber von Abwasseraufbereitungsanlagen kein Problem darstellen, würden aber zu einer deutlichen Verbesserung der Grobsandabscheidung führen. 

Forsch zur Tat geschritten

Grobsand ist kein einfaches Problem, aber mit der richtigen Technologie und ein wenig Entschlossenheit, das Problem an der Wurzel zu packen, muss ein Vorhalten von weiteren Sieben nicht mehr die Regel sein.  Also forsch zur Tat geschritten und weg mit dem Grobsand, bevor er Schaden anrichten kann.

Nähere Information zu Lösungen zum Abscheiden von Grobsand finden Sie hier, oder indem Sie sich direkt an uns wenden.

 

 

[1] Wastewater Technology Fact Sheet, EPA, https://www3.epa.gov/npdes/pubs/final_sgrit_removal.pdf [Zugriff: 21. August 2018]

Grobsand Abwasser Abwasseraufbereitung Kies